NEWSTICKER ZUM CORONAVIRUS

Liebe Besucher unserer Home-Page !


Uns ist bewusst, dass die aktuelle Situation für alle Mandanten große Herausforderungen mit sich bringt. Neben der Sorge um Gesundheit steht für viele Unternehmen und Selbständige derzeit auch die Frage nach dem Fortgang der Geschäfte und damit im Zweifel auch die Frage nach dem wirtschaftlichen Überleben Tag für Tag im Mittelpunkt.

Wir sehen es als unsere Aufgabe, Ihnen auch in dieser besonderen Situation so gut wie möglich zur Seite zu stehen!

Wenn wir alle gemeinsam das Virus bekämpft haben, lassen Sie uns eine gute Tat für den Rest von diesem Jahr vollbringen: Machen Sie Urlaub in Deutschland, essen Sie bitte in unseren Restaurants und bleiben Sie in der Heimat ! Kaufen Sie deutsche, regionale Produkte ein und unterstützen somit alle Unternehmen, die es unverschuldet (!) schwer haben!


Maßnahmenkatalog zur Überbrückung der Corona-Krise


Zusammengefasst stellen wir Ihnen kurz zusammen, welche Maßnahmen zur wirtschaftlichen Überbrückung der Corona-Krise derzeit sinnvoll sind:

  1. Anpassung der Steuervorauszahlungen
  2. Stundung der Steuern
  3. Antrag auf Kurzarbeitergeld
  4. Stundung der Sozialversicherungsbeiträge
  5. Antrag auf Tilgungsaussetzung für laufende Darlehens-und Leasingverträge bei den Sparkassen/Banken/Leasingunternehmen
  6. Antrag auf Stundung von Mietverpflichtungen
  7. Antrag auf Stundung von Unterhaltsverpflichtungen

Steuer-Vorauszahlungen/Stundungen


Wir werden umgehend - nach Bedarf -, Ihre Steuer-Vorauszahlungen an die aktuelle wirtschaftliche Situation anpassen und ggf. mit Ihrem Finanzamt über Stundungen sprechen.

Personalbereich

Wir unterstützen Sie bei Fragen zu Ihren Lohnabrechnungen und Anträgen, jedoch können und dürfen wir keine juristischen Beratungen für Sie vornehmen. Aber wir stehen in Kontakt zu Anwaltskanzleien, die Ihnen bei juristischen Fragen (z.B. Entlassung von Mitarbeitern) gerne zur Verfügung stehen.

Bei Fragen zum Thema Kurzarbeit ausserhalb unserer Geschäftszeiten nutzen Sie bitte die folgenden Links von der Homepage arbeitsagentur.de :

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-uebersicht-kurzarbeitergeldformen

 

https://www.hogapage.de/nachrichten/politik/recht/das-wichtigste-zur-corona-kurzarbeit/

 

https://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus

 

Stundung der Sozialversicherungsbeiträge


Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Die Voraussetzungen für eine Stundungsbewilligung sind, dass die sofortige Einziehung der Beiträge mit erheblichen Härten für den Arbeitgeber verbunden wäre und der Beitragsanspruch durch die Stundung nicht gefährdet wird.


Wir unterstützen Sie bei den Stundungsanträgen. Jedoch sollte Ihnen bewusst sein, dass es sich lediglich um Stundungen der SV-Beiträge handelt und nicht um einen Erlass. Ferner müssen die Arbeitgeber versichern, dass entweder Ratenzahlungen möglich sind oder nicht möglich sind. Die Arbeitgeberin versichert die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben. (Hinweis: Unrichtige Angaben können strafrechtliche Folgen haben, vgl. Sanktionsvorschriften §§ 370 und 378 AO)


Arbeitgeberbestätigungen bei Ausgangssperren:

Es wurden bereits in einzelnen Orten erste Ausgangssperren zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus angeordnet. Bisher ist für alle Arbeitnehmer eine Ausnahme für den Hin- und Rückweg zur jeweiligen Arbeitsstätte vorgesehen, wenn er eine Arbeitgeberbescheinigung vorlegen kann. Für den Fall, dass auch in Schleswig-Holstein Ausgangssperren angeordnet werden, stellen wir Ihnen das nachfolgende Muster für eine Arbeitgeberbestätigung zur Verfügung. Sollten die Ausgangssperren verschärft werden und nicht mehr alle Tätigkeiten von Ausnahmen umfasst sein, werden wir Ihnen ein aktualisiertes Muster zur Verfügung stellen.

Muster Arbeitgeberbestätigung


Kredite und staatliche Förderungen:


Wir stehen im ständigen Austausch mit Sparkassen, Banken und Volksbanken, um uns nach den aktuellen Entwicklungen seitens der staatlichen Unterstützungen zu erkundigen.

Anbei erhalten Sie die neuesten Entwicklungen zu den öffentlichen Förderungen:

Die Bundesregierung stützt mit Sofortmaßnahmen die deutsche Wirtschaft. Unternehmen sollen so gut durch die Krise kommen. Hilfskredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können bei der jeweiligen Hausbank beantragt werden. Vorgesehen sind auch Hilfsangebote für Selbständige und Freiberufler.

Für zeitnahe und unbürokratische Hilfen für Freiberufler, Selbständige, Kulturschaffende und Unternehmen hat die Landesregierung einen umfangreichen Schutzschirm zur Abmilderung wirtschaftlicher Folgen der Corona-Pandemie gespannt. Ziel ist es, möglichst vielen zu helfen, die durch die Krise in existenzielle Not geraten sind.

 

Welche Unterlagen sind bei den Hausbanken vorzulegen?

  1. Kurze schriftliche Beschreibung der Auswirkungen der Pandemie auf Ihr Unternehmen
  2. Jahresabschlüsse / Einnahmen-Überschuss-Rechnungen 2017 und 2018
  3. Betriebswirtschaftliche Auswertung 2019 (inklusive Summen- und Saldenliste) & Selbstauskunft
  4. Ermittlung des Kreditbedarfs anhand einer Maßnahmen- und Liquiditätsplanung für die nächsten 12 Monate & ein Vorschlag für den Eigenbeitrag des Gesellschafters

Wir haben ein Muster für Planungsrechnungen über 12 Monate entwickelt, bestehend aus einer Ertragsvorschau und einem Liquiditätsplan. Wir stellen Ihnen das Muster für die Beantragung öffentlicher Mittel gerne zur Verfügung und stehen Ihnen bei der Planung zur Seite.

 

Aktuelle Veränderungen zur Stärkung der Konjunktur

 
Mit Beschluss vom 03.06.2020 hat die Regierungskoalition verschiedene Maßnahmen  zur Bekämpfung der Corona-Folgen beschlossen.

Ziel der Maßnahmen ist insbesondere die Stärkung der Konjunktur und der Wirtschaftskraft in Deutschland. Als zentrales Element zur Erreichung dieses Ziels hat die Regierungskoalition beschlossen, dass „[z]ur Stärkung der Binnennachfrage in Deutschland […] befristet vom 1.7.2020 bis zum 31.12.2020 der Mehrwertsteuersatz von 19% auf 16% und von 7% auf 5% gesenkt [wird]“.


Ungeachtet der Frage, ob diese befristete Maßnahme die gewünschte Wirkung zeigen kann, führt die Absenkung der Mehrwertsteuersätze für Unternehmen zu einem umfassenden kurzfristigen Handlungsbedarf, insbesondere sind Systeme und Prozesse anzupassen, Verträge zu ändern und die Buchhaltung ist umzustellen. Zugleich ist im Auge zu behalten, dass die Änderungen in sechs Monaten wieder rückgängig zu machen sind.


Insbesondere folgende Bereiche sind durch die Steuersatzänderungen betroffen und bedürfen einer kurzfristigen Anpassung:

  • Die verminderten Steuersätze gelten nur für Leistungen, die im Zeitraum 01.07. bis 31.12.2020 (im Folgenden: Übergangszeitraum) ausgeführt werden. Unbeachtlich ist hingegen der Zeitpunkt des Vertragsschlusses, der Rechnungsstellung oder der Zahlung. Sofern der Unternehmer Anzahlungen vor dem 01.07. erhält, die Leistung jedoch im Übergangszeitraum ausgeführt wird, unterfällt das gesamte Entgelt dem verminderten Steuersatz, § 27 Abs. 1 UStG. Dies ist entsprechend auf der zu erstellenden Schlussrechnung zu berücksichtigen.
  • Aus der Gültigkeit der verminderten Steuersätze bis zum 31.12.2020 ergeben sich Änderungen für Jahresleistungen (z.B. Lizenzen). Da diese Leistungen mit Ablauf des vereinbarten Leistungszeitraums als erbracht anzusehen sind, gilt für diese der verminderte Steuersatz des Übergangszeitraums. Dies gilt selbst dann, wenn die Zahlung für das gesamte Jahr bereits vorab geleistet wurde. Insoweit ist eine Anpassung der Zahlung und der Rechnung erforderlich.
  • Das voranstehende Thema gilt gleichermaßen für Anzahlungen im Übergangszeitraum für Leistungen nach dem 31.12.2020.
  • Mitgliedsbeiträge für ein Kalenderjahr unterliegen in 2020 den verminderten Steuersätzen, da die Mitgliedschaft bis 31.12.2020 als an diesem Tag als vollendet gilt.
  • Zeitschriften-Abos sind entsprechend zu prüfen und anzupassen.
  • Für sämtliche Ausgangsrechnungen mit deutscher Steuer sind die Steuersätze anzupassen.
  • Sämtliche Kassensysteme sind auf die neuen Steuersätze umzustellen.
  • Für die neuen Steuersätze werden neue Konten in der Buchhaltung benötigt.
  • Bei der Rechnungseingangsprüfung ist sicherzustellen, dass auch die Rechnungen der Lieferanten für Leistungen im Übergangszeitraum nur die verminderte Umsatzsteuer ausweisen. Sofern die Umsatzsteuer hingegen auf Basis der bislang gültigen Steuersätze abgerechnet wird, ist zu beachten, dass es sich anteilig um einen Startausweis nach § 14c Abs. 1 UStG handelt. Die zu hoch ausgewiesene Steuer darf daher nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden.  Da die Steuersatzänderungen sowohl den Regel- als auch den ermäßigten Steuersatz betreffen, ist ein besonderes Augenmerk auf Reisekostenabrechnungen zu richten (z.B. Hotelübernachtung, Bahnticket).
  • Buchungen von Übernachtungen oder Bahnfahrten für Zeiträume ab dem 01.07.2020 führen auch bereits bei Vorabzahlung zu den verminderten Steuersätzen.
  • Die PKW-Überlassung an Mitarbeiter löst für den Übergangszeitraum nur eine Besteuerung mit dem verminderten Steuersatz von 16% aus.
  • Bei Dauerleistungen (insb. Mietverträgen und Leasingverträgen) ist sicherzustellen, dass die Verträge – sofern diese als Rechnungen fungieren – für den Übergangszeitraum angepasst werden. Alternativ sind entsprechende Dauerrechnungen anzupassen.
  • Leasing-Sonderzahlungen sind entsprechend der dann ausgeführten Teilleistungen aufzuteilen. · Bei der Ausgabe von Gutscheinen i. S. d. § 3 Abs. 13 UStG ist davon auszugehen, dass ein Gutschein, der sowohl im Übergangszeitraum als auch davor oder danach eingelöst werden kann, kein Einzweckgutschein sein kann, da der anzuwendende Steuersatz nicht feststeht.
  • Bei Jahresboni ist zu beachten, dass der Bonus aufzuteilen ist in Leistungen bis zum 30.06. und Leistungen ab dem 01.07. Soweit aus einer Rechnung für eine vor Beginn des Übergangszeitraums ausgeführte Leistung im Übergangszeitraum Skonto gezogen wird, gilt für den Skontoabzug der bislang anzuwendende Steuersatz. Dies gilt gleichermaßen für den umgekehrten Fall am Ende des Übergangszeitraums.

 

 

Überbrückungshilfe CORONA

 

Die Überbrückungshilfe soll branchenübergreifend für die Monate Juni bis August 2020 gewährt werden, wobei insbesondere den Besonderheiten der besonders betroffenen Branchen wie

  • Hotel- und Gaststättengewerbe, Caterer, Kneipen, Clubs und Bars,
  • als Sozialunternehmen geführte Übernachtungsstätten wie Jugend­herbergen, Schullandheime, Träger von Jugendeinrichtungen des internationalen Jugendaustauschs, Einrichtungen der Behindertenhilfe,
  • Reisebüros,
  • Profisportvereinen der unteren Ligen,
  • Schaustellern,
  • Unternehmen der Veranstaltungslogistik
  • Unternehmen im Bereich um Messeveranstaltungen

angemessen Rechnung getragen werden soll.

Für einen direkten finanziellen Vorteil in der Gastronomie sorgt die Senkung der Mehrwertsteuer vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 von 19% auf 16% sowie von 7% auf 5%. Kleine und mittelständische Unternehmen, zu denen viele Gastronomiebetriebe zählen, erhalten durch das Programm die mehrfach eingeforderte und längst überfällige Überbrückungshilfe für Corona-bedingten Umsatzausfall.

 

Antragsberechtigt sind Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern. Die Antragsfrist endet am 31. August 2020.

 

Erstattet werden sollen

  • bis zu 50 Prozent der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent gegenüber Vorjahresmonat.
  • bis zu 80 Prozent der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent gegenüber Vorjahresmonat.

Der maximale Erstattungsbetrag soll 150.000 Euro für drei Monate betragen. Bei Unternehmen bis zu 5 Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nicht übersteigen.

Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten.

Bitte beachten Sie, dass der Bund derzeit noch keine rechts­verbindlichen Richtlinien zum Programm erlassen hat. Eine Antragstellung ist somit noch nicht möglich.

 



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Unsere Fachleute in unserer Kanzlei beurteilen die Situation täglich und informieren intern und extern, welche Punkte es zu berücksichtigen gilt und welche sich verändernden Rahmenbedingungen greifen. Dabei steht auf fachlicher Ebene die Bereitstellung von Serviceleistungen über die alltäglichen Dienstleistungen hinaus bei uns im Fokus.



Wir behalten in dieser komplexen Situation den Überblick und helfen Ihnen, das auch zu tun.